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LinkedIn – Networking 2.0 - In: Allgemein

In : Allgemein Comments : 0 Author : Mareike Hengelage Date : 03 Aug 2016
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Verabredungen zum Business-Lunch, das kurze Gespräch in der Kaffeeküche, Weiterbildungen, Fachtagungen und Messen – lange Zeit boten nur diese Anlässe eine Möglichkeit zum Netzwerken. Das US-amerikanische Unternehmen LinkedIn verbindet seit 2003 online Arbeitgeber mit Arbeitnehmer und Investor mit Entrepreneur – zunächst auf dem englischsprachigen Markt, seit 2012 auf der ganzen Welt. Zwar schwächelt die Aktie seit dem Börsengang des Unternehmens im Jahr 2011, konnte aber 2016 den IT-Giganten Microsoft überzeugen, der vor kurzem ankündigte, LinkedIn in naher Zukunft übernehmen zu wollen. Zurzeit zählt das Unternehmen 433 Millionen registrierte Nutzer, 30 Standorte und 9700 Mitarbeiter weltweit; alleine mehr als 8 Millionen Nutzer gibt es im deutschsprachigen Raum.

LinkedIn im Profil

Der kostenfreie Basis-Account umfasst das Erstellen eines eigenen Nutzerprofils oder auch Unternehmensprofils in 24 Sprachen, die Suchfunktion, die Beteiligung an Gruppen, Netzwerkstatistiken und die Möglichkeit, Nachrichten an die eigenen Kontakte zu senden. Die Nachrichtenfunktion in Echtzeit stellt den direkten Kontakt zwischen Nutzern her und erinnert neben der ähnlichen Benutzeroberfläche an andere soziale Netzwerke wie Facebook und Google+. 17% der LinkedIn-Community beziehen die Premium-Variante, die ihnen mehr Statistiken über das Netzwerk und Transparenz von Unternehmensstrukturen sowie erweiterte Funktionen zum Organisieren des Nutzerprofils bietet. Zusätzlich veröffentlicht und verbreitet LinkedIns Nachrichtendienst „Pulse“ von Nutzern verfasste, blogbasierte Beiträge, die über branchenrelevante Neuerungen und Inhalte informieren.

Business as usual?

Besonders Gründer können von der Dynamik und der Internationalität der Firma aus dem Silicon Valley profitieren, indem sie über die Networking-Plattform neue Geschäftskontakte herstellen, eigene Netzwerke aufbauen und bereits vorhandene pflegen können. Neben den Individualnutzern, Arbeitssuchenden und Netzwerkern eröffnet LinkedIn vor allem Personalern und Gründern neue Perspektiven, um nach geeigneten Mitarbeitern zu suchen. Mit einem speziellen Account stehen Recruitern Suchfunktionen und Datenanalysen zur Verfügung, die das Spektrum aus passenden Bewerbern erweitern und damit das Einstellungsverfahren vereinfachen. Wie LinkedIn in das Unternehmen eingebunden werden kann, zeigen die „Business Solutions“ von LinkedIn auf

Big Data

Als digitales Adressbuch bietet LinkedIn Global Playern wie Start-ups nicht nur attraktive Kontakte, sondern arbeitet weiter an dem virtuellen Angeboten – beispielsweise der Werbeplatzierung von Unternehmen: Erst Ende Juni 2016 verkündete die Online-Plattform, die Werbemöglichkeiten um das „Programmatic Buying“ zu erweitern. Es soll Firmen eine individuellere, auf Daten basierende Webplatzierung ermöglichen, um potenzielle Endnutzer zukünftig gezielter anzusprechen. Der systematische Zugriff auf Accounts und die Erhebung von Nutzerdaten ist zwar in der Branche keine unübliche Praxis, brachte jedoch LinkedIn in der Vergangenheit vermehrt Kritik und Beschwerden wegen Datenschutzverletzungen ein. Insbesondere deutsche Verbraucherschützer warnen vor der Datengrube von LinkedIn und ziehen den deutschen Marktführer Xing in puncto Datensicherheit vor.

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