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Tweet it! - In: Allgemein

In : Allgemein Comments : 0 Author : Mareike Hengelage Date : 13 Jul 2016
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Im März dieses Jahres feierte Twitter bereits seinen 10 Geburtstag: Am 21. März 2006 veröffentlichte der Twitter-CEO Jack Dorsey seinen ersten Tweet, bevor der Kurznachrichtendienst „twttr“ im darauffolgenden Juli für die Öffentlichkeit zur Nutzung freigegeben wurde. Nach dem rasanten ersten Wachstum kann Twitter 2016 ca. 305 Millionen aktive Nutzer sowie geschätzte 500 Millionen passive Follower weltweit vorweisen. Jedoch stagnieren die Zahlen in den letzten Jahren und können nicht an Facebooks 1,59 Milliarden internationale Nutzer heranreichen. Dennoch sprechen Argumente für Twitter – insbesondere, wenn es um die Etablierung neuer Marken und Produkte geht.

Kurz und knapp

Twitter bietet Nutzern die Möglichkeit des „Microblogging“: Mit der Obergrenze von 140 Zeichen pro „Tweet“, in Anlehnung an einen zwitschernden Vogel als Logo des Unternehmens, müssen sich Nutzer als Microblogger kurzfassen, um ihre Botschaft effizient, aber verständlich zu vermitteln. Dabei liegt die optimalste Nachricht bei einer Zeichenanzahl zwischen 70 und 100. Wichtig ist vor allem, dass der Tweet einen „Content“ (also Inhalt) enthält oder als „Teaser“ genutzt wird, um die Twitter-Follower auf einen Link oder sogar sich selbst bzw. die eigenen Produkte oder Webpräsenz aufmerksam zu machen. Kostenpflichtige Werbeschaltungen sind ebenfalls möglich.

Das erste Zwitschern

Start-ups und ihre Gründer können von der Dynamik auf Twitter profitieren. Aufgrund der Anzahl an Tweets pro Minute (über 300.000) entsteht zwar das Risiko, dass Nachrichten leicht in der Masse untergehen, die Spontanität dieses sozialen Netzwerkes trägt jedoch ein Viralitätspotenzial in sich, welches Unternehmen in kürzester Zeit bekannt machen kann. Darüber hinaus können Gründer bereits im Entstehungsprozess ein Netzwerk aus Followern aufbauen und über den Entwicklungsprozess ihres Start-ups oder kommenden Produkts in Echtzeit berichten. Hinter die Kulissen eines aufstrebenden Unternehmens zu schauen, verleiht eine persönliche Note und Authentizität. Daher kann sich beispielsweise der CEO als Gesicht bzw. Sprachrohr des Unternehmens mit einem eigenen Account zu Wort melden.

Das Ein-mal-Eins

In der Regel sollten die Tweets nicht nur vom eigenen Unternehmen oder der Marke handeln. Deshalb eignet sich Twitter besonders für die Ankündigung von Kooperationen, kurzzeitigen Aktionen und kommenden Veranstaltungen, aber auch, um sich an gesellschaftlichen, politischen oder wirtschaftlichen Debatten mit einem Statement zu beteiligen. Um eine größere Reichweite und potenzielle Interaktion in der Twitter-Community zu erzielen, sind höchstens ein bis zwei Hashtags – weniger ist mehr – und, falls möglich, die Verlinkung eines anderen Twitter-Accounts (@Name) unverzichtbar. Dabei warnen Twitter-Experten davor, die Funktion des @-Zeichens zu verwechseln: Am Anfang eines Tweets ist die Nachricht nur für den angesprochenen Nutzer sichtbar, innerhalb des Satzes können alle Follower den Tweet lesen.

Wer tweetet wann?

Denn das Ziel vieler Tweets ist es, „retweetet“, d.h. erwähnt zu werden. Dadurch erhöht sich die Reichweite, Nutzer werden auf das Unternehmen aufmerksam und potenzielle Anspruchsgruppen werden ersichtlich. In Deutschland ist Twitter mit seinen 12 Millionen aktiven Nutzern monatlich eine etablierte Größe im Kreis der sozialen Netzwerke. Als Kurznachrichtendienst wird es ebenso von Politikern, Journalisten und Meinungsmachern genutzt, um Diskussionen anzufachen oder eigene Standpunkte zu vertreten. Durch die Schnelllebigkeit ist eine gewisse Regelmäßigkeit der Tweets notwendig, um im Gespräch zu bleiben. Die besten Tage sind laut verschiedener Analysen von Nutzerverhalten am Freitag sowie am Wochenende. Der Erfolg eines Tweets orientiert sich am Alltag der Twitter-Nutzer: Frühmorgens tweeten; zum Mittagessen retweeten; in den späten Abendstunden möglicherweise den Tweet von morgens wiederverwenden.

In Zukunft…

Anfang 2016 machten viele Meldungen über Twitter die Runde. Personelle Schwierigkeiten in der Führungsetage wechselten sich mit der Panik der Twitter-Nutzer ab, Twitter wolle die 140 Zeichen abschaffen und Facebook nachahmen. Nun laufen andere soziale Medien wie Instagram und Snapchat Twitter den Rang ab. Zwar nutzen vor allem US-amerikanische Teenagers laut eines Medienberichts Twitter neben Snapchat als Nachrichtenquelle, doch lässt dieser Umstand die Twitter-Community kaum mehr anwachsen. Aus diesem Grund modernisiert die Firma aus San Francisco: optimierte Nutzerfreundlichkeit, längere Videos via Twitters Video-App „Vine“ und eine datensichere App für VIP-Nutzer. Trotzdem hält die Komplexität dieses sozialen Mediums viele Social Media-Nutzer und auch Unternehmen von der erfolgreichen Nutzung und Einbindung in den Alltag immer noch ab.

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