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Die Wahl der Rechtsform bei der Unternehmensgründung – GmbH vs. UG - In: Allgemein

In : Allgemein Comments : 0 Author : Shaghayegh Date : 19 Mai 2016
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Die Geschäftsidee ist gefunden, alle Planungen abgeschlossen und der Businessplan ist erfolgreich fertig gestellt – doch bevor es endlich losgehen kann muss das eigene Unternehmen erst einmal noch gegründet werden. Viele Gründer sind sich nicht sicher welche Rechtsform sie für ihr neues Unternehmen wählen sollen. Wir stellen euch heute die GmbH und die UG (haftungsbeschränkt) vor.

Beide Rechtsformen sind eng miteinander verwandt. Sie vereint vor allem der Umstand, dass sie beide eine eigene juristische Person darstellen und somit haftungsbeschränkt sind. Das heißt in der Praxis, dass der Gründer (abgesehen von einigen Ausnahmen) nur mit seinem Stammkapital haftet, nicht aber mit seinem Privatvermögen. Die GmbH ist eine der bekanntesten Gesellschaftsformen, die in Deutschland aber auch im Ausland einen sehr guten Ruf genießt. Die Möglichkeit eine UG zu gründen kam erst vor wenigen Jahren dazu und war die deutsche Antwort darauf, dass immer mehr Gründer sich für eine englische limited entschieden haben. Besonders für junge Gründer ohne nennenswerter finanzieller Ausstattung stellt die UG eine gute Alternative zur klassischen GmbH dar. Der größte Unterschied zur GmbH besteht darin, dass bei der UG bereits eine Stammeinlage von 1€ ausreicht. Das Stammkapital einer GmbH beträgt hingegen 25.000€. Für viele Gründer gerade zu Beginn ein zu hoher Betrag.

Dieser Vorteil der UG ist zugleich ihr einziger Nachteil. Kann bei einer GmbH der volle Gewinn ausgeschüttet werden, so müssen bei einer UG Rücklagen gebildet werden. 25 % des jährlichen Gewinns einer UG müssen zurückgelegt werden bis die 25.000€ erreicht sind und die UG in eine GmbH umgewandelt werden kann. Dies hat für manche Gründer aber auch den Vorteil, dass sie gewissermaßen zum Sparen gezwungen werden.

Die Kosten für Anmeldung und Notarkosten unterscheiden sich hingegen nicht bedeutend. Für die Gründung einer UG sollte mit Kosten zwischen 250 – 300€ gerechnet werden. Bei einer GmbH liegen die Gründungskosten etwa bei 500 – 1000€.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die UG für Gründer, welche das notwendige Stammkapital einer GmbH nicht aufbringen können eine gute Alternative darstellt. Wer es allerdings über genug finanzielle Mittel verfügt, sollte sich unbedingt für eine GmbH entscheiden. Besonders im Geschäftsalltag ist so ein deutlich seriöserer Auftritt möglich. Auch im Hinblick auf die Aufnahme von Darlehen bei Banken öffnet die GmbH viele Türen. Kredite an UGs werden wegen der geringen haftungsbeschränkten Stammeinlage meist nicht gewährt.

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