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WordPress für Gründer: Die essentiellen Plugins - In: Allgemein

In : Allgemein Comments : 0 Author : Thomas Klussmann Date : 04 Sep 2016
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Ein Blog sollte zu jeder Unternehmensseite gehören. Wenn man schon eine Nische und eine Zielgruppe gefunden hat, bietet es sich an, letztere regelmäßig mit thematisch passenden Inhalten zu versorgen. Idealerweise gibt man seinem Unternehmen damit Persönlichkeit/ein Gesicht, schärft sein Profil und bindet seine Zielgruppe emotional. Gleichzeitig ist ein Unternehmensblog eine gute Möglichkeit, um sich als Experte in seinem Themengebiet zu positionieren. Ein eigener Blog kann sich aber auch günstig auf die eigene Position in den Google-Suchergebnissen auswirken, denn Suchmaschinen favorisieren relevanten Content, der regelmäßig upgedatet wird. Content is King, lautet die Regel.

Wir selbst bieten unserer Zielgruppe auf Gründer.de regelmäßig neue Beiträge rund um die Themen Online Marketing, Selbstständigkeit und E-Commerce. Auch unseren Kunden als Selbstständigen und angehenden Gründern raten wir grundsätzlich zum eigenen Blog und empfehlen hierzu WordPress.
Die Webanwendung WordPress wurde entwickelt, um Menschen das Erstellen eines Weblogs möglichst leicht zu machen. Gleichzeitig kann eine mit WordPress gestaltete Seite auch den Grundstein für einen Webshop legen. Das Gute daran ist, dass WordPress selbst kostenlos ist und sich auch unter den unzähligen Erweiterungen – Plugins und Widgets – für die Anwendung viele kostenfreie Programme finden lassen. Das gleiche gilt für WordPress-Themes, die es erlauben die erstellte Seite mit einem ansprechenden Layout zu versehen. Auf der WordPress-Seite selbst finden sich eine Vielzahl an Themes. Sollte dem angehenden Blogger unter diesen keines zusagen, sind im Netz noch viele mehr erhältlich. Auch kann ein personalisiertes Theme in Auftrag gegeben werden. Wichtig ist in allen Fällen jedoch, dass das Theme responsive ist, sich also auch an die Displays mobiler Endgeräte anpasst. Da immer mehr Menschen vom Smartphone aus online sind, ist es extrem wichtig, ihnen mit einer mobil-optimierten Webseite entgegen zu kommen.

Plugins, die du brauchst

Im Plugin-Verzeichnis auf WordPress.org sind derzeit 46.046 Plugins gelistet. Täglich kommen Neue dazu. Um einen Überblick zu bekommen, sollte man sich fragen, welche Funktionen die eigene Seite benötigt und wie viel man dafür ausgeben will. Während kostenlose Plugins durchaus zufriedenstellende Ergebnisse liefern können, bieten kostenpflichtige Anwendungen oft auch Kundensupport, regelmäßige Updates und einen erweiterten Funktionsumfang. Nicht jeder möchte dabei einen Countdown-Zähler, kostenlose Online-Spiele oder einen Kalender einbinden, aber jede WordPress-Seite braucht:

✓ ein Backup
✓ zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen
✓ ein Plugin zur Suchmaschinenoptimierung
✓ verkürzte Ladezeiten

Extrem sinnvoll sind auch:

✓ ein Google-Analytics-Plugin
✓ Social-Media-Buttons
✓ Plugins zur Lead-Generierung

Im Folgenden möchten wir dir eine Auswahl an Plugins für jede dieser Funktionen vorstellen.

Das Backup zum Blog

Der Autor Dennis Cooper machte in den vergangenen Wochen Schlagzeilen, als sein Blog offenbar willkürlich von Google gelöscht wurde. Dabei handelte es sich um ein die Arbeit von 14 Jahren umfassendes Gesamtkunstwerk, das auf der Google gehörenden Plattform „Blogger“ gehostet wurde. Ein Backup existiert nicht. Zu sagen, dass das mit WordPress nicht passiert wäre, greift nun zu kurz, weil in der Basisversion der Webanwendung keine Backup-Funktion enthalten ist. Glücklicherweise gibt es Plugins, die einem helfen, ein Backup seiner WordPress-Seite zu erstellen.
Empfehlenswert ist auch, ein Backup zu erstellen, bevor man zusätzliche Plugins installiert. Denn die Installation läuft nicht immer reibungslos ab. Auch können sich Kompatibilitätsprobleme mit WordPress oder anderen Plugins ergeben.

Ein beliebtes Bac kup-Plugin ist BackWPup. Die Basis-Version ist kostenlos. So lange man die in unterschiedlichen Formaten ausgegebene Backup-Datei an einem verhältnismäßig sicheren Ort speichert, leistet dieses Plugin, was es leisten sollte: Von einem selbst bestimmte Inhalte werden in zuvor bestimmten Abständen abgespeichert.

Kostenpflichtige Alternativen sind BackupBuddy und VaultPress. VaultPress bietet ein täglich aktualisiertes Backup und die Möglichkeit, Dateien nach Viren zu scannen und bei Bedarf wiederherzustellen. Auch ein Spam-Blocker ist enthalten. BackupBuddy indessen zeichnet sich durch Benutzerfreundlichkeit aus und dadurch, dass ein Backup deiner gesamten Seite – Posts, Plugins, Kommentare, Settings, Mediathek… – erstellt wird.

Schutz für deine Seite

Das WordPress‘ Entwickler-Team und ein guter Teil aller Plugin-Anbieter arbeiten ständig an ihren Anwendungen weiter. Dabei werden auch immer wieder Sicherheitslücken geschlossen. Zur sicheren WordPress-Seite gehören also auch regelmäßige Updates. Zusätzlich sollte aber auch ein Sicherheits-Plugin verwendet werden.

Eine benutzerfreundliche Option ist All in One WP Security & Firewall. Das Plugin hilft Usern bereits bei der Wahl eines sicheren Passworts und kommt mit vielen nützlichen Features, die die Absicherung nach allen Seiten erleichtern. Darunter ist auch die Möglichkeit, IP-Adressen zu blocken, von denen aus versucht wird, den Account zu hacken.

iThemes Security ist ein Programm, das den Bedürfnissen von Einsteigern und Fortgeschrittenen gleichermaßen entgegenkommt. Auf dem Dashboard werden alle enthaltenen Funktionen gelistet. Hier können sie auch den Bedürfnissen des Nutzers gemäß angepasst werden. iThemes Security erstellt auch Backups und bietet eine Reihe von Video-Tutorials zum Thema WordPress-Sicherheit an.

Eine kostenlose und bewährte Alternative stellt WordFence dar. Auch dieses Tool hilft, Brute Force Attacks abzuwehren. Des Weiteren kann es die Seite scannen und auf unterschiedliche Weise aufrüsten, um den WordPress-Account sicherer zu machen.

SEO

Deine Seite sollte natürlich auffindbar sein und von Google als möglichst relevant eingeschätzt werden. Google wird immer besser darin, Inhalte nach ihrem potentiellen Mehrwert für den jeweiligen Suchenden zu ranken. Seit die Suchmaschine die semantische Suche beherrscht, d.h. Worte auch einem bestimmten Kontext zuordnen kann, ist mit langen Texten voller Keywords nichts mehr gewonnen. Im Gegenteil, die ausgesprochen leserunfreundlichen mit Keywords überfrachteten Inhalte werden vom Algorithmus als minderwertig eingestuft.

Der Plugin-Klassiker Yoast hilft einem, Texte zu verfassen, die auf SEO- und Nutzer-Ebene funktionieren. Erstellst man einen Beitrag, liefert das Plugin Checklisten mit Vorschlägen für eine gute Lesbarkeit und einen SEO-freundlicheren Text. Außerdem erstellt es XML-Sitemaps und ermöglicht Nutzern, die Meta-Daten zu ihren Beiträgen zu bearbeiten.

Eine Ergänzung dazu stellt ein Plugin wie Google Analytics Dashboard dar, das die Google-Analytics-Werte direkt auf das Dashboard holt. So kann der Nutzer ohne weiteres die Zahlen in Augenschein nehmen, die ihm verraten, wo noch Optimierungsbedarf besteht.

Kürzere Ladezeiten

Eine weitere Möglichkeit, das Google-Ranking zu verbessern und die Absprungrate zu verringern, ist eine Seite mit möglichst kurzen Ladezeiten. Diese können mit Caching-Tools verbessert werden. WP Super Cache ist eine kostenlose, bewährte und nutzerfreundliche Option.
Eine ebenso beliebte Alternative dazu ist W3 Total Cache. Aufgrund seiner Komplexität ist dieses Plugin eher fortgeschrittenen Usern zu empfehlen.

Social-Media-Buttons für deinen Blog

Social-Media-Buttons für deine WordPress-Seite zählen, anders als das Plugin für Backups, nicht zu den obligatorischen Plugins. Dass sie es Besuchern ermöglichen, deine Inhalte mit nur einem Klick in den Sozialen Netzwerken zu teilen, macht sie aber zu extrem nützlichen Tools. Für welche Plattformen du Buttons anbietest, hängt davon ab, wo sich deine Zielgruppe in der Regel aufhält.

Es gibt viele, kostenlose Plugins für Social-Media-Buttons. Beliebt sind unter anderem AddThis Share Buttons und Social Media Feather.

Leads durch Plugins

Traffic allein bringt einen, wenn man eine kommerzielle Seite betreibt, nicht weiter. Man muss auch Leads generieren, also aus Besuchern Interessenten und letztlich auch Kunden machen. Mit entsprechenden auf Leadgenerierung ausgerichteten Formularen, kommen Online Marketer an die nötigen Kontaktdaten, um Interessenten dann mit Newsletter-Marketing erreichen zu können. Die WordPress-Plugins Thrive Leads und OptinMonster machen es möglich, diverse Formulartypen zur Leadgenerierung in WordPress-Seiten zu implementieren. Beide Plugins erlauben auch Split-Tests, sodass die entsprechenden Formulare optimiert werden können. In unserem Webinar „Besucher und Leads automatisch über das Internet gewinnen“ geben wir 17 Tipps, mit denen man Besucher auf seine Seite holt und zeigen, wie die Kontaktgenerierung gelingt. Mit diesem Knowhow können Marketer ihre Seite und ihre Optin-Formulare entsprechend in Form bringen.

Fazit

WordPress ist ein unkomplizierter Weg zum eigenen Blog/zur eigenen Seite. Plugins stellen nützliche und wichtige Erweiterungen dar, wenn aus einem simplen Weblog eine ansprechende Webpräsenz gemacht werden soll. Am Anfang stehen dabei die lebenswichtigen Funktionen wie Sicherheit und Geschwindigkeit. WordPress selbst tut hier einiges, aber erst die richtigen Plugins machen eine Seite sicherer und schneller. Wichtig sind auch Plugins für die Suchmaschinenoptimierung und Erweiterungen wie Social-Media-Buttons oder Formulare zur Leadgenerierung. Für jede dieser Funktionen gibt es eine Auswahl an Plugins, von denen wir dir hier einige vorgestellt haben. Jetzt ist es an dir, dich „einzufuchsen“ und deine Seite mit Content zu füllen – denn Content is King!

Über den Autor

Thomas Klußmann ist Geschäftsführer der Gründer.de GmbH. Er berät Startups, KMUs und Selbstständige auf dem Weg zum erfolgreichen Business.
Bereits 2002 spezialisierte sich der Entrepreneur auf Online-Marketing. Sein Knowhow erwarb und erweiterte Thomas Klußmann jenseits seines Vertriebsmanagement- und Business-Administration-Studiums bei diversen Unternehmen. Hier leitete und etablierte er eigenständige Projekte und verantwortete schließlich auch einen hohen sechsstelligen Jahresumsatz für ein stark expandierendes Internet-Unternehmen.
Im Frühjahr 2013 initiierte Thomas Klußmann, die Contra (Conversion und Traffic Konferenz), die bis heute jährlich stattfindet.

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